Sonntag, 11. Juni 2017

Rezension: Nur ein kleiner Gefallen

Titel: a simple favor - nur ein kleiner Gefallen
Autor: Darcey Bell
Übersetzer: Juliane Panhke
Seitenzahl: 400
Preis: 14,99€

ISBN-10: 3959671016
ISBN-13: 978-3959671019
erschienen im Harpercollins Deutschland Verlag 

Stephanie, fürsorgliche Mutter, viel gelesene Mom-Bloggerin und jung verwitwet, hilft gerne aus; erst recht, wenn ihre glamouröse Freundin Emily, PR-Chefin eines New Yorker Modedesigners, sie darum bittet. 
Doch als sie an diesem Tag Emilys fünfjährigen Sohn Nicky nach der Vorschule mit zu sich nach Hause nimmt, ahnt sie nicht, dass dies das Ende ihrer brüchigen Vorstadtidylle bedeuten wird. Denn Emily holt ihren Sohn am Abend nicht ab. Und auch an den folgenden Tagen und Wochen taucht sie nicht auf. Stephanie kümmert sich um Nicky, zusammen mit Emilys Mann Sean. In ihm erkennt sie die unverhoffte Chance, noch einmal ein ganz anderes Leben zu führen. Und sie fasst einen folgenschweren Entschluss. Doch dann kommt der Anruf, vor dem sie sich die ganze Zeit gefürchtet hat …

Das Buch beginnt mit einer etwas düsteren Einleitung über Geheimnisse. Danach wird die Geschichte aus drei Perpsektiven, Stephanie, Emily und Seans, und Stephanies Blogbeiträgen erzählt. Der Einstieg ist mir relativ leicht gefallen, und die Geschichte konnte mich auch schnell fesseln. Es ist spannend und teilweise sehr düster, Stephanie trägt einige dunkle Geheimnise mit sich rum, und auch Emilys und Seans Ehe ist nicht so wie sie scheint. 
Besonders gut hat mir gefallen, dass auch viel aus der Vergangenheit der Charaktere erwähnt wurde. Zwar konnte ich keinen besonders ins Herz schließen, da sie mir alle unsympathisch waren aber fasziniert haben sie mich alle. Die scheinheilige Steph, der leicht um den Finger zu wickelnde Sean und ganz besonders die böse, manipulative und intregante Emily. Mehr möchte ich nicht darauf eingehen, da ich euch nichts vorweg nehmen möchte.
Da ich ein rießen Fan des Film noire bin, habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass diese erwähnt wurden. Tatsächlich hat mich die Geschichte auch sehr an diese Filme erinnert. 
Wenn auch kein Thriller im klassischen Sinne, hat es mir sehr gut gefallen, besonders das Ende. 
Tolles Buch, 4,5 Sterne 

Montag, 5. Juni 2017

Rezension: Wir fliegen wenn wir fallen

Titel: Wir fliegen wenn wir fallen
Autor: Ava Reed
Übersetzer: Orginalsprache deutsch
Seitenzahl: 304 
Preis: eBook: 14,99€ gebunden: 16,99€ 


Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.

Eine Liste mit zehn Wünschen.
Ein letzter Wille.
Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen.
Das ist die Geschichte von Yara und Noel 

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, Geschichten mit Listen haben mir immer schon sehr gut gefallen. Der Klappentext verrät bereits relativ viel, zwei Jugendliche, die von Schicksalsschlägen betroffen sind, sollen gemeinsam die Lebenswünsche eines alten Mannes erfüllen. 
Die Geschichte konnte mich sofort in ihren Bann ziehen, und ich habe das Buch auf einmal durch gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter gehen wird. 

Auch wenn man durch den Klappentext relativ gut erahnen kann, was einen erwartet, hat mich dieses Buch vom Hocker gehauen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, und die Charaktere toll, ich konnte mich in beide gut hineinversetzen und habe mit ihnen gelacht, war traurig und habe so viel mitgefühlt.

Es ist ein unglaublich schönes Jugendbuch, das einem sehr nahe geht (außer man ist aus Stein gemeißelt). Es wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, das ich gelesen habe. 

Auf die Entwicklung der Charaktere möchte ich nicht zu nahe eingehen, da ich denke dass es zu viel vorab nehmen würde, aber es ist schön mit anzusehen wie sie nicht nur die Welt entdecken, sondern auch zu sich selbst. 




ein wunder wunderschönes Buch, dass volle 5 Sterne verdient  hat!



Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension: sieben Minuten nach Mitternacht

Titel: sieben Minuten nach Mitternacht
Autor: Patrick Ness
Übersetzer: Bettina Abarbarnell
Seitenzahl: 224
Preis: 8,99 € für das Taschenbuch, 7,99€ für das eBook 

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?

Sieben Minuten nach Mitternacht ist ein Buch, das mich absolut von den Socken gerissen hat. 
Es ist unglaublich schön. Es hat wundervolle Illustrationen und es hat eine ganz besondere Botschaft. 
Conors Mutter ist krank. Sehr krank. Seit kurzem wird er nachts von einem Alptraum gequält. Die Geschichte beginnt, als Conor erleichtert ist, weil es scheint dass er diese Nacht einen neuen Traum hat. Von einen Monster, genau sieben Minuten nach Mitternacht. Merkwürdigerweise kennt ihn das Monster ziemlich gut. Es willigt ein ihm zu helfen, zu erst muss er sich aber drei Geschichten anhören... 
Gemeinsam mit Conor und dem Monster durchleben wir die psychischen Abgründe eines allein gelassenen Kindes. Die Geschichte ist bewegend, bedrückend und wunderschön. 
Der Autor macht es einem sehr leicht sich in Conors Lage zu versetzen. Man muss ein wenig zwischen den Zeilen lesen, und kann es dennoch nicht aus der Hand legen. Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen, und am Ende bin ich noch 2 Stunden am Sofa liegen geblieben, unfähig irgendwas anderes zu tun als die Geschichte immer und immer wieder durchzudenken. 
In knapp etwas über 200 Seiten schafft es Patrick Ness unter die Haut zu gehen. 




ein wunder wunder wundervolles Buch, es gehört sicherlich zu den Büchern die mich emotional am meisten mitgenommen haben. Möglicherweise hat es mich so mitgenommen, da ich selber Halbwaise bin, dennoch denke ich, dass jeder etwas von diesem Buch mitnehmen kann. Es behandelt den Wunsch normal zu sein, nicht mit Samthandschuhen angefasst zu werden, Freundschaft und Schuldgefühle. Normalerweise sage ich sowas nicht, aber ich will das JEDER dieses Buch gelesen hat. 

volle 5 Sterne  


Montag, 22. Mai 2017

Rezension Das Scherbenhaus

Titel: Das Scherbenhaus
Autor: Susanne Kliem 
Übersetzer: orginalsprache Deutsch
Seitenzahl: 336
Preis: 9,99€ für das eBook, 14,99€ für die broschierte Ausgabe
erschienen bei carl's books
ISBN-10: 3570585662
ISBN-13: 978-3570585665


Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …

Ich habe wirklich lange keinen Thriller mehr gelesen, und war dementsprechend gespannt.
Carla wird von einem Stalker belästigt, und als ihre Schwester sie bittet nach Berlin zu kommen, sagt sie spontan zu in der Hoffnung so ihrem Verfolger zu entkommen. Doch Flucht ist keine Lösung, und das muss Carla auf die harte Tour lernen.
Ihre Schwester besitzt ein sehr modernes Haus mit mehreren vermieteten Wohnungen, das mit topakutellen Sicherheitsstandards ausgestattet ist.

Der Scheibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, da man ihn flüssig und leicht lesen kann. Die Charaktere sind gut durchdacht und keinesfalls makellos, was sie authentisch macht.
Auch die Thematik mit dem Stalker und wie sicher ist unsere Technik wirklich finde ich sehr interessant, so dass ich sehr hohe Erwartungen an das Buch gestellt habe. Diese wurden leider trotz all der bereits erwähnten Positiven Punkte enttäuscht. Das Buch nimmt sehr langsam fahrt auf, und wurde erst zum Ende hin wirklich spannend.
Obwohl die Thematik viel Potential bereit hält, hat sich die Geschichte eher wie ein Roman lesen lassen, als wie ein Thriller.

Das Ende konnte wieder ein bisschen was gut machen, dennoch konnte mich das Buch leider nicht zu hundert Prozent überzeugen.

Sehr interessante Thematik, leider mit wenig Spannung. 3 Sterne



Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt



Titel: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
Autor: Nicola Yoon
Übersetzer: Simone Wimken
Seitenzahl: 336 
Preis: 9,99€ für das Taschenbuch 

»Am Anfang war nichts. Und dann war alles.« 
Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie es nicht anders kennt. Doch als im Nachbarhaus der geheimnisvolle Olly einzieht, kommen sich die beiden so nah, wie es für Madeline möglich ist. Plötzlich möchte sie die Welt außerhalb ihres sterilen Zimmers entdecken, die sie sonst nur aus Büchern kennt. Selbst wenn es bedeutet, dafür ihr Leben zu riskieren…

Seit Madeline denken kann, hat sie das Haus nicht mehr verlassen. Sie leider an einem seltenen Imundefekt, so dass ihre Mutter sie nicht rauslässt. Bis jetzt fand sie das nicht so schlimm. Doch nun ist nebenan eine neue Familie eingezogen, mit einem mysteriösen Sohn, den Madeline unbedingt kennen lernen will. 
Die Geschichte ist schnell zusammen gefasst: irgendwie lernt Madeline Olly kennen. 
Madeline will plötzlich mehr vom Leben.
Das Buch ist sehr interessant gestaltet. es gibt Zeichnungen, Listen und Chatverläufe, was ich sehr originell finde. Nicola Yoons Schreibstil ist leicht zu lesen, und die Geschichte zieht einen schnell in seinen Bann. Das Buch endete so wie ich es erwartet hatte, und doch ging es weiter. 
Es ist eine sehr lockere Erzählung, die es doch geschafft hat mich zu berühren und mir sehr postiv im Gedächtnis zu bleiben. 
Besonders gut haben mir Madelines Buchempfehlungen gefallen, und wie tief auch die Nebencharaktere ausgearbeitet wurden. Es gibt sehr viele Beziehungen auf unterschiedlichen Ebenen, die schön aufgezeigt werden. 
Ich würde sagen, die zwischenmenschlichen Beziehungen sind das, was dieses Buch aus macht.
Und dass es sich lohnt für die Liebe ein Risiko einzugehen.
eine sehr schöne Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat 
4,5 Sterne 

Montag, 15. Mai 2017

Rezension: Bookless



Titel: Bookless
Autor: Marah Woolf
Übersetzer: orginalsprache - deutsch
Seitenzahl: 312 
Preis: 8,99€ für das Taschenbuch
erschienen bei Oetinger

Never without a book: Das magische Flüstern! Sie trägt ein mysteriöses Mal in Form eines Buches am Handgelenk und kann hören, was die Bücher ihr zuflüstern. Als die 17-jährige Lucy ein Praktikum in der Londoner Nationalbibliothek beginnt, entdeckt sie Bücher, deren Texte verschwunden sind und an die sich niemand mehr zu erinnern scheint. Als die Bücher sie immer eindringlicher um Hilfe bitten, versucht Lucy dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Und Nathan, von dem sich Lucy unwiderstehlich angezogen fühlt, scheint darin verwickelt zu sein. 

Die Geschichte handelt von Lucy, die in einem Kinderheim groß geworden ist, und nun in London wohnt um zu studieren. Auf ihrem Handgelenk hat sie ein Mal, das die Form eines Buches hat, das plötzlich beginnt zu pulsieren, als sie ihr Praktikum in der Bibliothek beginnt. 
Bücher bitten sie um Hilfe, doch keiner außer Lucy kann sie hören. Als sie gerade glaubt, verrückt zu werden, fällt ihr auf das Bücher verschwinden. 
Dann taucht noch der geheimnisvolle Nathan auf, der ihr zu glauben scheint, und noch dazu unglaublich attraktiv ist. 
Lucy ist sehr liebenswert, und auch Nathan ist ein guter Kerl, der immer versucht, es allen Recht zu machen. Auch Lucys Freundinnen habe ich ins Herz geschlossen. 
Besonders die Thematik ist hier natürlich sehr ansprechend, welcher Leser würde nicht gerne mit seinen Büchern reden können. 
Auch das Buch selber ist sehr sehr schön aufgemacht, über jedem Kapitel wartet es mit kleinen Zitaten, passend zum Thema, auf. 
Die Story scheint durchdacht, und es gibt keine Logikfehler. Sowohl die Charaktere als auch das Zwischenmenschliche kam sehr gut rüber. Das Buch ist sehr spannend, und lässt definitiv auf den zweiten Band hoffen. 
ein tolles Buch, dem ich volle 5 Sternen geben kann.

Sonntag, 14. Mai 2017

Rezension: Die wahre Königin

Titel: Die wahre Königin
Autor: Sophie Jordan
Übersetzer: Babara Imgrund 
Seitenzahl: 382
Preis: 13,99€ für das eBook und 16€ für die gebundene Ausgabe 

  • ISBN-10: 3959670702
  • ISBN-13: 978-3959670708


Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Sparten, einmal aus Lunas Sicht, und einmal aus Fowlers.
Luna lebt mit zwei Erwachsenen in einem einsamen Turm im Wald, in der Welt herrscht Dunkelheit. Eigentlich ist sie die Prinzessin von Relhok, doch ihre Eltern wurden ermordet und der Verräter sitzt nun auf dem Thron, weshalb sie sich versteckt halten muss. 
Fowler ist ein Waldläufer, der sich alleine durch die Dunkelheit kämpft. Durch einen Zufall müssen sie gemeinsam fliehen, doch kommen sie nicht so gut mit einander aus. 
Luna ist ein unglaublich toller Charakter, die sich für das einsetzt was ihr wichtig ist, und wichtigere Dinge Wert legt als auf Oberflächlichkeiten. 
 Sophie Jordan entführt einen in eine komplett neue Welt. Sie ist düster, und bringt bei den Menschen das Schlechteste ans Licht. Die Geschichte ist spannend und fesselnd. 
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, so dass man schnell in die Geschichte eintauchen kann. 
Die Haupt Protagonistin hat einige sehr ungewöhnliche Eigenschaften, die die Geschichte zu etwas wirklich besonderem machen. 
Das Ende hat mir sehr gut gefallen, und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. 
eine wunderbare Geschichte der ich 4,5 Sternen geben kann.